Wirtschaft

Dienstag, 18. Oktober 2011 - Foodwatch: Banken haben Mitschuld an Hungersnöten

Investmentbanken sowie Verwalter von Pensionsfonds und Versicherungen tragen nach Ansicht der Verbraucherorganisation Foodwatch eine Mitschuld an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt. Spekulationen mit Agrar-Rohstoffen trieben die Nahrungsmittelpreise in die Höhe, erklärte Foodwatch bei der Vorstellung des Berichts "Die Hungermacher". Die Deutsche Bank solle mit gutem Beispiel vorangehen und aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigen, forderte Foodwatch in einem offenen Brief an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.  © AFP

Dienstag, 18. Oktober 2011 - Bank of America wieder in den schwarzen Zahlen

Dank des Verkaufs von Vermögenswerten ist die angeschlagene Bank of America im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen vorgestoßen. Die US-Großbank teilte für den Zeitraum von Juli bis September einen Gewinn von 5,88 Milliarden Dollar (4,25 Milliarden Euro) mit. Die Investment-Bank Goldman Sachs legte dagegen zum erst zweiten Mal seit ihrem Börsengang ein negatives Quartalsergebnis vor.  © AFP

Dienstag, 18. Oktober 2011 - Bonität 24 italienischer Banken herabgestuft

Die Ratingagentur Standard & Poor\'s hat die Bonität von 24 italienischen Banken herabgestuft. Zur Begründung teilte die Agentur mit, die Banken hätten mit den schlechteren Bedingungen zur Refinanzierung durch den italienischen Staat zu kämpfen. Die meisten betroffenen Banken sind kleinere Institute, größeres Gewicht haben jedoch die Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) und die Unione di Banche Italiana (UBI Banca).  © AFP

Dienstag, 18. Oktober 2011 - Konjunkturentwicklung: Wachsende Skepsis bei Experten

Bei Finanzmarkt-Experten wächst die Skepsis über die weitere Konjunkturentwicklung in Deutschland. Im Oktober fiel der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete Index zur Konjunkturerwartung ein weiteres Mal deutlich um diesmal fünf Punkte auf einen Stand von nun minus 48,3 Punkten, wie das ZEW in Mannheim mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit drei Jahren.  © AFP

Montag, 17. Oktober 2011 - Metro-Aufsichtsratschef Kluge legt Amt nieder

Der Aufsichtsratschef von Metro, Jürgen Kluge, hat seinen Rücktritt erklärt. Kluge werde im November aus dem Gremium ausscheiden, teilte die Haniel-Gruppe mit. Nach den Auseinandersetzungen um die Führung der Metro AG sei es "jetzt Zeit für einen echten Neuanfang", erklärte Kluge demnach. Die öffentliche Diskussion um die Führung der Metro habe "die Atmosphäre beeinträchtigt". Mit seinem Rückzug aus dem Kontrollgremium wolle er dafür sorgen, dass die Sacharbeit an der Spitze des Konzerns wieder in den Mittelpunkt rücke.  © AFP

Montag, 17. Oktober 2011 - EU genehmigt Verstaatlichung von belgischem Dexia-Zweig

Die EU-Wettbewerbsbehörde hat der Verstaatlichung des belgischen Zweigs der angeschlagenen Großbank Dexia eine vorläufige Genehmigung erteilt. Die Regierung in Brüssel habe nun sechs Monate Zeit, um einen Plan zur Restrukturierung der belgischen Dexia-Bank vorzulegen, erklärte die Behörde. Es sei zu früh, um festzustellen, ob die Übernahme der Bank durch den belgischen Staat für vier Milliarden Euro mit den Wettbewerbsregeln der EU vereinbar sei. Die EU-Kommission erkenne aber die Notwendigkeit der Maßnahme zur Bewahrung der Finanzstabilität an.  © AFP

Montag, 17. Oktober 2011 - Standard & Poor\'s stuft Bonität spanischer Regionen ab

Die Ratingagentur Standard & Poor\'s hat die Kreditwürdigkeit von zwei spanischen Regionen herabgestuft. Wie die Agentur mitteilte, werden die Stadt Barcelona und der Großraum Madrid künftig statt mit "AA" nur noch mit "AA-" und einem negativen Ausblick bewertet. Als Grund dafür führte sie in beiden Fällen die "ungewissen Wachstumsaussichten Spaniens" aufgrund hoher Schulden und hoher Arbeitslosigkeit an. Barcelona und Madrid werden demnach aber auch schlechter bewertet, weil die spanischen Regionen auf finanzielle Unterstützung durch die Zentralregierung angewiesen sind.  © AFP

Montag, 17. Oktober 2011 - Chef von Air France-KLM überraschend gefeuert

Nach herben Verlusten von fast 200 Millionen Euro im ersten Quartal ist der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Pierre-Henri Gourgeon, gefeuert worden. Der Verwaltungsrat beschloss auf einer außerordentlichen Sitzung, dass der 65-Jährige durch den Verwaltungsratschef Jean-Cyril Spinetta an der Spitze von Air France-KLM ersetzt werden soll. Chef von Air France wird Alexandre de Juniac.  © AFP